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UNSERE KREISTAGSFRAKTION
V.l.n.r.:
Uwe Rohrer, Karl-Heinz Görig, Dr. Karl Mittag (Fraktionsvorsitzender),
Christine Geiger, Armin Butterer, Birgit Rösner, Artur Herb,
Uwe Flüß.
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Rede zum Haushalt des Landkreises Karlsruhe für das Jahr 2010
(01-2010) - Der Sprecher der Kreistagsfraktion von Bündnis90/Die
Grünen, Dr. Karl Mittag, begründet in seiner Haushaltsrede,
warum die Grünen dem Haushalt 2010 zustimmen, das Investitionsprogramm
für 2011 jedoch ablehnen.
Haushaltsrede
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Stellungnahme des Frakrionsvorsitzenden Karl Mittag zur
Anhörung um Stuttgart 21
Die Anhörung zu Stuttgart 21 ist ein großer Schritt
der Politik zu mehr Bürgernähe und Transparenz bei Großprojekten.
Die Anhörung zeigt, wie schwierig die Beurteilung von Pro und
Contra des Projekts ist, wenn man ins Detail der Argumente geht.
In dieser Situation hilft die einfache schwarz-weiß-Malerei
der vorliegenden CDU-Resolution überhaupt nicht weiter. Dies
ist der untaugliche Versuch mit den Mehrheits-verhältnissen
in diesem Kreistag, sozusagen mit dem Gewicht der Macht und zwei
Basta-so-ist-es-Aussagen, dieses Großprojekt zu unter-stützen.
Die Demonstrationen gegen Stuttgart 21 haben gezeigt, dass diese
Art von Politik nicht hilfreich ist, die Argumente zu klären.
Wir lehnen die Resolution daher ab, aber natürlich auch, weil
wir die Argumente gegen das Projekt für bedeutender halten,
als die Argumente dafür.
Nun zu den beiden Argumenten der Resolution. Die CDU behauptet,
es bestehe ein vitales Interesse des Landkreises an dem Projekt,
da es Bestandteil der europäischen Eisenbahnmagistrale von
Paris nach Südosteuropa sei. Wie oft fahren die Damen und Herren
der CDU-Frakion denn nach Bratislawa und warum ist es so wichtig
für Sie, dort 18 Minuten früher als bisher anzukommen?
Selbst der Technik-Vorstand der Bahn, Herr Kefer, erklärte
bei der Anhörung, dass für die Wirtschaftlichkeit der
Trasse diese sogenannte Magistrale ohne Belang sei. Wir halten den
Ausbau der Bahn auf der Rheintalschiene in Nord-Süd-Richtung
für unsere Region für wesentlich vordringlicher als den
Ausbau der West-Ost-Verbindung.
Das zweite Argument ist, die Entscheidungen dürften nach langjährigen
Planungen aus Gründen der Rechtssicherheit nicht mehr zurückgenommen
werden. Dagegen spricht, dass nach der 15jährigen Dauer dieses
Verfahrens sich neue Argumente und Fakten gegen das Projekt ergeben
haben. Die Diskussion hierüber im Einzelnen sollten wir diesem
Kreistag ersparen und der Anhörung überlassen. Wer dachte
z.B. vor 15 Jahren schon an die Wirtschaftskrise und den riesigen
Schuldenberg, den die öffentliche Hand bis jetzt aufgebaut
hat? Geld kann nur einmal ausgegeben werden. Wenn die Argumente
dagegen stärker wiegen als die dafür, dann ist es besser
dieses Projekt zu stoppen als daran festzuhalten.
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