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JETZT!
Zu spät, zu wenig
Bis letzte Woche hatten wir in Deutschland angeblich noch die sichersten AKW der Welt.
Wenn es nach Union und FDP ging, waren grüne Mahner die Spinner, Zukunftsverweigerer und schürten irreale Ängste. Restrisiko war vernachlässigbar. Jetzt plötzlich geht der Bundesregierung angeblich Sicherheit über alles – für ganze drei Monate.
Erst die Laufzeitverlängerung durchpeitschen, dann im Nachhinein die Sicherheit der Laufzeitverlängerten AKW überprüfen und das Ganze noch mit einem Paragrafen im Atomgesetz begründen, der explizit auf die Unsicherheit der AKW abhebt – das werden wir der schwarz-gelben Regierung Merkel und einem wahlkämpfenden Mappus nicht durchgehen lassen. Und dass alle diese AKW immer mehr Sicherheitsmängel aufweisen und u.a. nicht gegen Flugzeugabstürze gesichert sind, ist nicht erst seit der Katastrophe von Fukushima, sondern schon lange bekannt.
Auch Winfried Kretschmann, unser Spitzenkandidat für Baden Württemeberg, betonte am vergangenen Samstag in der Kulisse in Ettlingen, dass strengere Sicherheitsmaßnahmen nötig und relativ einfach zu identifizieren und anzuordnen sind, spätestens seit 2009, seit das noch von Jürgen Trittin in Auftrag gegebene strengere Kerntechnische Regelwerk vorliegt. Dieses hätte von den Umweltministern Gabriel und Röttgen nur angewendet werden müssen.
Stattdessen wird seither eine verbindliche Anwendung durch eine „Testphase“ verhindert. Aber nicht nur deshalb ist die jetzt angekündigte Sicherheitsüberprüfung eine Farce. Eine ernsthafte Sicherheitsüberprüfung von atomaren Anlagen ist in drei Monaten schlicht unmöglich –dafür bräuchte es mindestens ein bis anderthalb Jahre. Und verantwortlich für die Sicherheits-überprüfung der Atomkraftwerke ist ausgerechnet der Ex-Atommanager Hennenhöfer, der nach Jahren der Lobbyarbeit für die Atomkonzerne letztes Jahr Abteilungsleiter unter Umweltminister Röttgen wurde. Er hat auch jetzt bereits wieder gezeigt, dass er sich vor allem für die Interessen der Atomkonzerne einsetzt. Der umstrittene plutoniumhaltige MOX-Brennstoff (Mischoxid) soll in Deutschland weiter eingesetzt werden. Dabei ist es genau dieser, der die Bewohnbarkeit im Umkreis desJ apanischen Atomkraftwerks Fukushima bedroht.
Dass es der Bundesregierung nie um ein umfassendes Energiekonzept ging, sondern immer nur um die Laufzeitverlängerung, zeigen die Tatsachen. Statt wie versprochen mehr Geld für Erneuerbare Energien und Energieeffizienz gibt es heute durch die Beschlüsse von Schwarz-Gelb weniger Mittel dafür als zuvor. Und über die groß angekündigte, dringend nötige Offensive für den Netzausbau hat die Regierung bislang nur geredet, aber nichts getan.
Grün handelt!
Was wir jetzt brauchen, ist ein schnelles und entschlossenes Handeln. Abwarten und prüfen reicht nicht. Wir Grüne fordern,
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dass die Regierung alle sieben ältesten AKW und das Pannen-AKW Krümmel sofort und endgültig vom Netz nimmt;
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dass die Regierung unverzüglich das seit 2009 vorliegende strengere Kerntechnische Regelwerk in Kraft setzt und einer unabhängigen Prüfung aller AKW zu Grunde legt;
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darüber hinaus müssen vor dem Hintergrund der Ereignisse in Japan die Sicherheitsstandards weiter verschärft, an die neuen Erkenntnisse angepasst und neue Risikoszenarien geprüft werden.
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dass der Deutsche Bundestag mit einer 13. Atomgesetznovelle die mit der 11. und 12. besiegelte Laufzeitverlängerung zurücknimmt. Das wäre – anders als das von der Kanzlerin verkündete, unseriöse und Rechtsstaat beugende Moratorium – der klare und verfassungsrechtlich richtige Weg.
Deshalb am 27 März: GRÜN WÄHLEN!
Schenken Sie uns, schenken Sie Winfried Kretschmann, schenken Sie unserem Kandidaten Christoph Vollbrecht am kommenden Sonntag Ihr Vertrauen!
Dietlinde Bader-Glöckner
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Starke Kommunen- Wege aus der Finanzklemme,
hieß unsere Veranstaltung am 27.02.2011 mit Alex Bonde, dem haushaltpolitischen Sprecher der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen und unserem Landtagskandidaten Christoph Vollbrecht aus Rheinstetten.
Christoph Vollbrecht bestätigte in seiner Einführungsrede, dass die Einnahmen der Gemeinden über die Gewerbe,- Einkommens,- und Grundsteuersteuer z.T. stark konjunkturabhängig sind und somit bei Rückgang bedingt durch Finanzkrisen die Gemeinden in die Knie zwingen. Eine Abschaffung der Gewerbesteuer, wie sie in der FDP diskutiert wird, sei für ihn jedoch keine Alternative, eher sollte die Gewerbesteuer zur kommunalen Wirtschaftsteuer, wie sie die Grünen bereits 2003 konzipiert haben, weiterentwickelt werden. Mit dieser Steuer soll durch die volle Einbeziehung gewinnunabhängiger Elemente wie z.B. der Fremdkapitalzinsen die Bemessungsgrundlage der bisherigen Gewerbesteuer verbreitert werden. Auch Freiberufler sollen in die Gewerbesteuerpflicht einbezogen werden. Das vermeidet wirtschaftlich nicht nachvollziehbare Unterscheidungen und schafft faire Wettbewerbsbedingungen. Durch diese Elemente wird das Aufkommen auch insgesamt weniger konjunkturanfällig. Ein Freibetrag soll vor allem kleine und mittlere Unternehmen entlasten. Auch soll die Gewerbesteuer weiterhin auf die Einkommensteuer anrechenbar sein, künftig sollen Anrechnungsüberhänge aber auch auf andere Jahre übertragbar sein. Dies verschafft den Unternehmen mehr Flexibilität und vermeidet Substanzgefährdung. Insbesondere für kleine Freiberufler wird hierdurch eine steuerliche Mehrbelastung vermieden. Ist der Verlust höher als die Fremdkapitalzinsen, muss ohnehin keine Gewerbesteuer gezahlt werden. Die kommunale Wirtschaftsteuer wird auf diesem Weg deutlich einfacher und vor allem auch für die Steuerpflichtigen transparenter ausgestaltet. Eine Stärkung der Grundsteuer bewertete Christoph Vollbrecht grundsätzlich positiv. Jedoch müssten hierbei soziale Härten im Einzelfall Berücksichtigung finden. Ein anderes immer wichtigeres Element für die finanzielle Entlastung der Kommunen sei die interkommunale Zusammenarbeit. Auch eine Abschaffung des Kooperationsverbotes im Bildungsbereich könnte zur Entlastung der Kommunen einen wichtigen Beitrag leisten.
Alex Bonde betonte, es ginge bei den Kommunalfinanzen auch immer um die Öffentlichen Haushalte insgesamt. Im Bundeshaushalt hat die Verschuldung inzwischen die 2 Billionen-Grenze erreicht. Dem Land Baden-Württemberg fehlen zum Haushaltsausgleich 3 Mrd €. Im Jahr 2010 wurde der Haushalt trotz Aufschwungs kaum ausgeglichen. Viele Gemeinden griffen – sofern vorhanden – auf ihr Rücklagen zu. Der Rückgang der Finanzkraft der Gemeinden ist etwa hälftig der Finanzkrise und hälftig einer verfehlten Steuerpolitik geschuldet. Einen Hebesatz bei der Einkommensteuer für die Gemeinden einzuführen, ist für uns nicht tragbar. Dies würde dazu führen, dass bei einem hohen Hebesatz betroffene Bürgerinnen ihren Wohnort wechseln und heute schon benachteiligte Gemeinden noch mehr ausbluten. Die Politik muss vor allem reagieren mit einer konsequenten Einführung des Konnexitätsprinzips, das man wohl am einfachsten mit der Floskel „Wer bestellt, zahlt“ erklären kann. Ein Schritt in die richtige Richtung ist in diesem Zusammenhang die im Rahmen der Harz IV Regelsatzdebatte ausgehandelte Übernahme der Grundsicherung im Alter durch den Bund.
Ab 2019 dürfen die Länder keine Schulden mehr machen. Die Grunderwerbssteuer um 1% anzuheben von jetzt 3,5 bis dahin auf 4,5 % wäre vorstellbar. Eine weitaus bedeutendere Einnahmequelle wäre jedoch ein konsequenter Abbau umweltschädlicher Subventionen. Laut einer Studie des UBA betragen diese zurzeit 48 Mrd. Euro. Wenn man auch im Hinblick auf den Klimawandel nachhaltig wirtschaften möchte, so müsse man diese Subventionen deutlich zurückfahren. Alex Bonde benannte hier zwei Beispiele: Zum einen endlich die Kerosinsteuer einzuführen - durch die Energiesteuerbefreiung des Kerosins betrugen die Steuerausfälle im Bundeshaushalt im Jahr 2008 rund 7,2 Milliarden Euro - , zum anderen das Dienstwagenprivileg abzuschaffen. Bislang können Firmen die Kosten für Anschaffung und Betrieb der Dienstwagen komplett von der Steuer absetzen, einschließlich der Kosten für den Kraftstoff. In diesem Bereich werden vor allem Spritfresser verwendet. Die Bundesregierung verzichtete in ihrem Konjunkturpaket I und II nicht nur darauf, die Branche endlich ökologisch zu steuern sondern erhielt das Dienstwagenprivileg und fördert damit weiter den Absatz von vor allem von Autos mit hohem CO₂-Ausstoß. Alex Bonde ist davon überzeugt, dass Umweltvorgaben äußerst wichtig sind, um die Industrie zu lenken und klare Vorgaben zu setzten, an denen sich die Entwickler und Ingenieure orientieren können und die wirtschaftliche Entwicklung nicht etwa hemmen, sondern vielmehr voranbringen und dafür sorgen, dass wichtige Weichenstellungen nicht verschlafen werden.
Zur Vermeidung von Flächenverbrauch könnte man sich die Einführung einer Grundsteuer C auf unbebaute aber baureife Grundstücke vorstellen, die dazu führen könne, dass innerörtliche Baulücken (Nachverdichtung) wieder gefüllt werden. Über die Hebesätze, die jede Kommune individuell gestalten und ansetzen kann, könnten zusätzliche Einnahmen generiert werden und gleichzeitig Anreize geschaffen werden, damit unbebaute Grundstücke nicht spekulativ brach liegen.
Bei den Fragen in der anchließenden Diskussion ging es um die Belastung der Kommunen durch den Ausbau der Kinderbetreuung oder ob die Vereinheitlichung der Hebesätze für die Gewerbesteuer sinnvoll wäre, damit keine Gemeinde Firmen abwerben könne. Weitere Themen waren die Finanzprobleme von Waldbronn, das mit einer Pro-Kopf-Verschuldung von1600.- € die am dritthöchsten verschuldete Gemeinde im Land ist. Hier begannen die Probleme mit Auslagerungen der Firma Agilent (Hewlett Packard) und die dadurch bedingten signifikanten Einbrüchen bei der Gewerbesteuer. Durch die Entscheidung zur Fortführung und Sanierung des defizitären Eistreff, der damals durch eine Bürgerbefragung als Dauerlast für die Gemeinde zementiert wurde, wuchsen die Schulden weiter. Als defizitär ist auch der Betrieb der Albtherme anzusehen. Wie mit diesen Problemen umzugehen ist, entscheidet letztendlich die Gemeinde mit ihren Bürgerinnen und Bürgern. Wenn die sog. freiwilligen Leistungen aber nicht zur Reduzierung des Schuldenbergs beitragen können, muss man sich Gedanken machen, wo man die Einsparungen ansetzt, z.B. durch Kooperationen mit Nachbargemeinden. Dass diese Probleme aber angesichts der demografischen Entwicklung nicht allein mit Ansiedlung von jungen Familien oder die Ausweisung von neuen Gewerbeflächen zu lösen ist, ist auch klar.
Christoph Vollbrecht wies gegen Schluß noch auf folgende Veranstaltung am 22.03.2011 um 19:00 Uhr in Malsch hin: „Kommunale Finanzen u. Flächenverbrauch“ mit Dr. Gisela Splett aus Karlsruhe, umweltpolitische Sprecherin der grünen Landtagsfraktion und Mitglied des Spitzenteams für den Wahlkampf sowie Alexander Bonde, haushaltspolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/DIE GRÜNEN. Ort der Veranstaltung: Schwarzwaldverein Malsch, Wanderheim Spielfinken, Hinterbach 3 in 76316 Malsch. Er nahm dabei Bezug auf eine aktuelle Studie des Fraunhofer Instituts zu Flächenzertifikaten, die vergeben werden könnten, um moderat und nachhaltiger mit Flächen umzugehen.
Dietlinde Bader-Glöckner
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Stuttgart 21
DER KAMPF GEHT WEITER!
Die Proteste um das Projekt Stuttgart 21 gehen selbstverständlich
weiter. Wir benennen die negativen Folgen für den ganzen Bahnverkehr
in Baden-Württemberg. Der Stuttgarter Bahnhof wird tiefer gelegt
– der Rest des Landes schaut in die Röhre Auf unserer
Homepage "GRÜNE gegen Stuttgart 21" kann man nachlesen,
warum wir so vehement gegen
S 21 kämpfen, und warum die GRÜNEN dafür so große
Unterstützung in der Bevölkerung bekommen.
[mehr....]
STUTTGART 21 "Der neue Herzinfarkt Europas"
Lesen Sie dazu auch den Artikel aus der Zeitschrift "Der Fahrgast"
vom November 2008, der Zeitschrift des Fahrgastverbandes PRO BAHN.
Aus dem bislang gut funktionierenden Kopfbahnhof wird mit Stuttgart
21 ein Engpass.
[mehr...]
Neues Gutachten zu Stuttgart 21 – Kosten für
Neubaustrecke mindestens 5,3 Milliarden
Die Grünen warnen vor einer neuen Kostenexplosion bei dem
Bahnprojekt Stuttgart 21 und der Schnellbahnstrecke nach Ulm. Nach
einem Gutachten des Münchner Ingenieurbüros Vieregg &
Rössler steigen die Kosten für die neue ICE-Trasse auf
5,3 Milliarden Euro.
[mehr...]
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Wir haben die besseren Argumente
Stuttgart 21 ist ist zu teuer und birgt enorme Kosten und Risiken
für die öffentliche Hand.
Fakt ist: Die offiziellen Zahlen geben die wahren Kosten nicht wieder.
Experten rechnen für den Stuttgarter Tunnelbahnhof mit mindestens
6 Milliarden Euro statt der von den Projektbetreibern genannten
4,1 Milliarden Euro.
[mehr...]
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Studie: Atomkraft blockiert
Ausbau der erneuerbaren Energien
>>LichtBlick-Zusammenfassung
der Studie "2050. Die Zukunft der Energie."
Bei einer Laufzeitverlängerung für die deutschen Kernkraftwerke
droht ein massiver wirtschaftlicher Konflikt zwischen Öko-
und Atomstrom. Dies geht aus einer neuen Studie der Universität
Flensburg im Auftrag des Energieversorgers LichtBlick hervor. „Die
Laufzeitverlängerung provoziert ohne Not eine der größten
wirtschaftlichen Auseinandersetzungen der Nachkriegszeit“,
so Gero Lücking, Vorstand Energiewirtschaft von LichtBlick.
Sollte sich der Ausbau der erneuerbaren Energien wie geplant fortsetzen,
werden Wind und Sonne in Zukunft immer häufiger die volle Stromnachfrage
decken. Atomstrom wird dann nicht mehr benötigt, die Meiler
müssen kurzfristig vom Netz. Bei einer Laufzeitverlängerung
von 28 Jahren werde es, so das Ergebnis der Studie, ab 2020 bis
zur Stilllegung des letzten Meilers zu mindestens 15.800 kurzfristigen
AKW-Abschaltungen kommen. Die Atomkonzerne müssten durch diese
Produktionsausfälle auf Gewinne in Höhe von 21 bis 80
Milliarden Euro verzichten.
Die Studie geht davon aus, dass die großen Energiekonzerne
versuchen werden, die Milliarden-Verluste zu verhindern. Dies ist
nur möglich, wenn der gesetzlich garantierte Ökostrom-Vorrang
bei der Stromeinspeisung abgeschafft und der Ausbau der erneuerbaren
Energien begrenzt wird. Die für den Klimaschutz so wichtige
ökologische Energiewende würde sich um Jahrzehnte verzögern.
Investitionen in alternative Energien wie zum Beispiel Windanlagen
auf See würden weniger attraktiv.
Eine vergleichbare Debatte ist in Großbritannien bereits
zu beobachten. Atomkonzerne haben dort die Begrenzung der erneuerbaren
Energien auf 20 bis 33 Prozent der Stromproduktion gefordert, damit
sich ihre Kernkraftwerke noch rechnen. Dieses Niveau wird Deutschland
bereits in wenigen Jahren erreichen.
Der Grund für die kurzfristigen Abschaltungen ist die unflexible
AKW-Technik. Je nach Anlagentyp kann ein Meiler seine Leistung nur
auf 50 oder 60 Prozent drosseln. Wird weniger Atomstrom benötigt,
muss er ganz vom Netz. Nach einer Komplettabschaltung benötigt
ein AKW zudem 50 Stunden, um wieder anzufahren. Steht in dieser
Zeit aufgrund veränderter Wetterverhältnisse weniger Wind-
und Sonnenstrom zur Verfügung, können die Meiler nicht
angemessen reagieren. „Atomkraftwerke sind nicht flexibel
genug, um die je nach Wetterlage schwankende Erzeugung von Wind
und Sonne sicher auszugleichen“, so Studienautor Prof. Dr.
Olav Hohmeyer von der Universität Flensburg.
Dabei ist weder eine Laufzeitverlängerung noch ein Neubau
von Kohlekraftwerken erforderlich, um die künftige Stromversorgung
zu sichern. Schon die bestehenden konventionellen Kraftwerke bremsen
den Ausbau der erneuerbaren Energien. „Angesichts der großen
Ausbaudynamik könnten wir Deutschland schon 2030 komplett mit
regenerativem Strom versorgen“, erläutert Prof. Hohmeyer.
Da die Atomkraftwerke aber nach derzeitiger Gesetzeslage noch bis
in die 2020er und die jüngsten Kohlekraftwerke noch bis in
die 2040er Jahre laufen, ist eine vollständige regenerative
Versorgung erst für 2050 zu erwarten.
Eine Alternative zu Atom und Kohle ist die dezentrale Stromproduktion
in gasbetriebenen Mini-Blockheizkraftwerken, so die Studie weiter.
Während ein AKW 50 Stunden für einen Kaltstart benötigt,
liefert beispielsweise das LichtBlick-ZuhauseKraftwerk von Volkswagen
binnen 60 Sekunden Ökostrom. Durch die intelligente Vernetzung
und Steuerung zehntausender ZuhauseKraftwerke - die zugleich Mehrfamilienhäuser,
Schulen oder Unternehmen mit Wärme versorgen - kann LichtBlick
mit seinem SchwarmStrom-Konzept flexibel und schnell auf die schwankende
Produktion von Wind- und Sonnenstrom reagieren.
Nach den Ergebnissen der Studie werden 2050 rund 17 Milliarden
Kilowattstunden aus flexibler Biogas-Verstromung gewonnen. Rein
rechnerisch könnten das rund 600.000 LichtBlick-ZuhauseKraftwerke
leisten. Denn LichtBlick will den Betrieb der Keller-Kraftwerke
langfristig von Erdgas auf regeneratives Biogas umstellen.
„Statt auf die riskante und unflexible Kernenergie zu setzen,
muss die Bundesregierung ein Förderprogramm für klugen,
sauberen und flexibel erzeugbaren Strom auflegen. So schaffen wir
den Weg in das regenerative Zeitalter“, so Lücking.
Quelle:
LichtBlick 2010
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| UNSERE AKTUELLEN TERMINE
OV-Sitzung
findet erst nach der Landtagswahl statt. Termin und TO wird im Amtsblatt der gemeinde und unter "TERMINE" auf dieser Website veröffentlicht.
14.04.2011
Kreismitgliederversammlung
Termin und Ort wird noch bekannt gegeben |
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"Jetzt" mitmachen |
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Große Menschenkette am 12. März zwischen Stuttgart und dem AKW Neckarwestheim
Unser Kampf gegen Atomkraft geht auch 2011 weiter! Die Mehrheit der Menschen in Deutschland will den Atomausstieg, denn Atomkraft ist brandgefährlich und produziert Berge von hochradioaktivem Müll. Sie ist teuer, schadet dem Klima und blockiert die Energie der Zukunft. Aber Schwarz-Gelb ignoriert das: Die Bundesregierung hat über die Köpfe der Menschen hinweg längere AKW-Laufzeiten beschlossen. Und das mit tatkräftiger Unterstützung des baden-württembergischen Ministerpräsidenten Stefan Mappus – dem aggressivsten atompolitischen Scharfmacher der Republik. Dabei leidet Baden-Württemberg besonders unter dem Ausstieg aus dem Atomausstieg: Im Südwesten soll mit dem AKW Neckarwestheim II erst in über einem Vierteljahrhundert das letzte Atomkraftwerk vom Netz gehen – und damit später als in allen anderen Bundesländern. Und auch Schrottreaktoren wie Neckarwestheim I und Philippsburg I sollen am Netz bleiben.
Möchtest Du Ministerpräsident Mappus und Schwarz-Gelb in Land und Bund die rote Karte zeigen? Dann mach mit am 12 März bei der großen Anti-Atom-Menschenkette, die vom AKW Neckarwestheim bis nach Stuttgart führen soll. |
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